Geschichte

Die Entwicklung der Fakultät 2: Bau- und Umweltingenieurwissenschaften

Erste Vorlesungen zum Straßenbau gab es schon ab 1829 in Kombination mit Hoch-, Brücken- und Flussbau, wenige Jahre später auch zum Eisenbahnbau. Der Wasserbau reicht bis 1847 zurück. Das Bauingenieurwesen als eigenes Lehr- und Forschungsgebiet wurde am Polytechnikum Stuttgart 1862 eingeführt. Zunächst war der Konstruktive Ingenieurbau ein besonderer Schwerpunkt. Im Rahmen des Vermessungswesens wurde 1865 das „Geodätische Institut“ gegründet, dem 1929 das „Institut für Photogrammetrie“ folgte. Im Jahr 1903 wurde ein selbständiger Lehrstuhl für „Wasserversorgung, Meliorationen, Stauanlagen und städtische Kanalisation“ eingerichtet, welcher 1925 in „Wasserbau“ und „Straßenbau und Stadtbauwesen“ aufgegliedert wurde. otto_hdach_kl

Auf diesen ersten Grundeinheiten von Lehre und Forschung im Bauingenieur- und Vermessungswesen entwickelten sich in dichter Folge die heutigen Strukturen. Mit der Überleitung des Polytechnikums in eine Technische Hochschule im Jahr 1890 und der Umwandlung dieser in eine Universität im Jahr 1967 wurden neue, fachlich nahe Lehr- und Forschungsgebiete vereinigende Fakultäten eingerichtet. Hierauf geht die ursprüngliche, die Architektur und das Bauingenieurwesen ein­schließende "Fakultät für Bauwesen" zurück. Aus dieser leiteten sich in den siebziger Jahren die beiden Fakultäten „Architektur und Stadtplanung“ und „Bauingenieur- und Vermessungswesen“ ab.

Hierbei fanden und finden immer wieder Umstrukturierungen statt, die sich zwangsläufig in der Weiter­entwicklung der anfänglichen klassischen Bereiche aus den spezifischen tech­nischen Fortschritten, den aktuellen internationalen Veränderungen in den Forschungslandschaften und Lehrinhalten sowie aus den sich abzeichnenden Zukunftsperspektiven ergeben haben. Neue Namensgebungen und Abgrenzungen der kennzeichnenden Lehr- und Forschungseinheiten waren aus den genannten Gründen die logische Folge. So erfuhr das Vermessungswesen eine neue Ausrichtung auf Geodäsie und Geoinformatik, womit auch ein Wechsel zur Fakultät 6: Luft- und Raumfahrt­technik (seitdem "und Geodäsie") verbunden war. Nach der Einführung der beiden selbständigen Studiengänge „Umweltschutztechnik“ (1994) und „Immobilientechnik und -wirtschaft“ (2001) zur Ergänzung des Bauingenieurwesens neben den drei englischsprachigen Master-Programmen „Infrastructure Planning“, „Water Resources Engineerung and Management (WAREM)“ sowie „Computational Mechanics of Materials and Structures (COMMAS)“ erfolgte  2003 die Umbenennung der heutigen Fakultät in „Bau- und Umweltingenieurwissenschaften“. Sie gliedert sich in 14 Institute mit jeweiligen ein- bis mehrfachen Lehrstühlen und Versuchsanstalten. Zum Wintersemester 2012/2013 wurde das Studienangebot durch den Studiengang "Verkehrsingenieurwesen" abgerundet.

 

Persönlichkeiten

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Theodor Fischer: Begründer der Stuttgarter Architekturschule
Emil Mörsch: Begründer der „Theorie der Betoneisenkonstruktionen“
Otto Graf: Material- und Bauteilprüfung
Paul Bonatz: Architektur- und Städtebaulehre
Richard Döcker: Bauleitung der Weißenhofsiedlung
Fritz Leonhardt: Neues Bauverfahren für Brücken und Fernsehtürme

 

Geschichte der Universität Stuttgart

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