Umzugswagen in Ambato

13. März 2020 / HKom&kur

Reinigung von Industrieabwässer in Ecuador

Im Rahmen der Klimapartnerschaft zwischen den Städten Ludwigsburg und Ambato/ECUADOR entwickelt ein Institut der Fakultät ein Konzept zur Lösung der lokalen Abwasserproblematik.
[Bild: M.Krauß, ISWA]

Die Forschenden Hanna Kramer und Manuel Krauß vom Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Fakultät erfassen derzeit in Ambato gemeinsam mit lokalen Experten des Trinkwasser- und Abwasserentsorgers EMAPA den Zustand der Industrieabwässer eines Industrieparks.
Ambato ist das ecuadorianische Lederzentrum und die größten Gerbereien des Landes sind hier angesiedelt. Die industriellen Abwässer werden bis jetzt weitgehend ungereinigt in die Gewässer eingeleitet, mit den entsprechenden negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Schwermetalle und weitere Stoffe geraten in die Umwelt. Flussabwärts wird das Wasser wieder zur Bewässerung genutzt. Die Komplexität wird verstärkt durch Textilbetriebe und Färbereien, sowie Lebensmittelhersteller und Schlachtereibetriebe.
 (c) Manuel Krauß, ISWA
Probennahme und Analyse von Parametern am Ausfluss des Industrieparks Ambato Foto: M. Krauß, ISWA
Bei der Arbeit in Ambato werden Abwasserproben genommen und anschließend ein Behandlungskonzept für den Industriepark Ambato entwickelt. Anschließend beginnt für die Stadt Ambato die herausfordernde Aufgabe, mit den Beteiligten tragfähige Kompromisse zu finden und diese Lösungen, im Kontext der schwierigen finanziellen und sozialen Bedingungen, umzusetzen.
 
 (c) Manuel Krauß, ISWA
Gemeinsame Probennahme und Analyse von Parametern in einem Industriebetrieb
Foto: M. Krauß, ISWA
Die Zusammenarbeit mit den lokalen Betrieben und die Unterstützung der Stadtverwaltung Ambatos, der Provinzverwaltung Tungurahuas und des ecuadorianischen Umweltministeriums sei beispielhaft, betont Manuel Krauß: „Man merkt bei der täglichen Arbeit und den Begegnungen vor Ort, dass alle Beteiligten bereit sind, ihren Beitrag zu einer sauberen Umwelt und gesunden Lebensbedingungen zu leisten.“ Krauß weiter: „Die hervorragenden Startbedingungen des Projekts aufgrund der erfolgreichen Kooperation der Stadtverwaltungen Ludwigsburg und Ambato sorgen für einen reibungslosen Projektablauf.“
In Zusammenarbeit mit den Städten Ludwigsburg und Ambato trägt die Universität Stuttgart mit der Entwicklung dieser Lösungen dazu bei, bis 2030 die Nachhaltigen Entwicklungsziele
  • SDG 6 – Sauberes Wasser,
  • SDG 11 – Nachhaltige Städte und
  • SDG 12 – Nachhaltige Produktion
in Ambato/Ecuador zu erreichen. Das Projekt wird über Engagement Global gGmbH im Rahmen der Klimapartnerschaft der Städte Ludwigsburg und Ambato gefördert.
Kontakt
Dipl.-Ing. Manuel Krauss, Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA), Bandtäle 2, 70569 Stuttgart, +49 711 685-63700, manuel.krauss@iswa.uni-stuttgart.de
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