Geplante zukünftige Struktur des ISWA ISWA-2023-Struktur

8. Juli 2016 /

Neues Strategiekonzept ISWA 2023

für das Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft
[Bild: IWS+ISWA]

Mit der Neuausrichtung des Instituts sollen in den kommenden Jahren (bis 2023) innovative Ideen und zukunftsweisende Stukturen am ISWA umgesetzt werden. Diese Entwicklung soll auch in einem neuen Institutsnamen Ausdruck finden: Institut für Siedlungswasser- und Ressourcenwirtschaft (ISWA).

Im wissenschaftlichen Fokus des ISWA steht künftig insbesondere die effiziente und nachhaltige Nutzung von Ressourcen (Ressourcenwirtschaft) einschließlich des Schutzes der natürlichen Ressourcen, wobei die Aufmerksamkeit gleichermaßen der Grundlagenforschung und deren praktischen Anwendung und Umsetzung gilt. Konkret betrachtet werden die Stoffströme im urbanen Wasserkreislauf, die integrierte Wasserbewirtschaftung und der nachhaltige Gewässerschutz ebenso wie die Stoffströme des urbanen Feststoffkreislaufes unter besonderer Betrachtung der Sekundärressourcen. Hierzu zählen neben den konventionellen Stoffströmen auch die biogenen Abfallstoffe (Humusbildung, C-Sequestrierung) und die strategisch relevanten Elemente, wie z.B. Phosphor als nicht substituierbarer Dünger in der Landwirtschaft und Metalle (Seltenerd- und Platingruppenmetalle, Zinn, Tantal, etc.), die für Hochtechnologieprodukte eingesetzt werden. Hierbei sind vor dem Hintergrund der Energiewende auch die Nutzung von erneuerbarer Energie aus Abfällen und Abwasser und energieeffiziente Behandlungstechnologien von großer Bedeutung. Aber auch der Einsatz zukunftsfähiger Wasserrecycling- und Abwassersysteme für unterschiedliche Siedlungstypen, die Modellierung und Simulation der unterschiedlichen Abläufe, Prozesse und Verfahren sowie die Generierung, Erforschung und Entwicklung weiterer Ideen in den genannten Bereichen spielen eine wesentliche Rolle.

Erarbeitet wurde das Konzept von einer interdiziplinären Arbeitsgruppe, Anlass war das voraussichtliche Ausscheiden aller vier derzeitigen Professoren bis Mitte der 2020er Jahre. Eine Folge der Neuausrichtung ist die Gleichstellung (hinsichtlich Ausstattung und Mitgliedschaft im Institutsvorstand) aller vier Professuren. Die Umsetzung des Konzeptes läuft bereits mit der Einrichtung des Zentrallabors und den Berufungsverfahren für mehrere Professuren (W3 "Siedlungswasserwirtschaft", W3 "Technische Umweltbiologie und Ökosystemanalyse", Tenure-Track "Wasserressourcen und Hydrochemie"

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