20. Mai 2020 /

IWS-LWW: DFG-Projekt „Kolmation“ genehmigt

Untersuchung der physikalischen Interaktionen zwischen Prozessen im Oberflächengewässer und Interstitial

Im neuen DFG-Projekt "Kolmation" am Lehrstuhl für Wasserbau und Wassermengenwirtschaft des Instituts für Wasser- und Umweltsystemmodellierung der Fakultät (IWS-LWW) wird die Infiltration und Akkumulation von Feinsedimenten in kiesigen Gewässersohlen untersucht. So soll das Systemverständnis zur Kolmation erweitert werden, insbesondere da diese massive Auswirkungen auf die Fließgewässerökologie hat. Essentielle Faktoren zur Beschreibung der Dynamik von Kolmationsprozessen sind dabei vor allem die Interaktionen zwischen den Turbulenzen an der Grenzfläche Sediment-Wasser, den interstitialen Strömungseigenschaften und die erhebliche Reduzierung der Poren durch die infiltrierenden Feinsedimente.

Schwerpunkt des Forschungsvorhabens sind physikalische Rinnenversuche zur gezielten Untersuchung einzelner Prozesse des Kolmationsvorgangs. Dafür wird ein innovatives Messkonzept (Kombination von PIV, endoskopisches PIV, Gamma-Strahlen-Absorption, 3D-Drucker für vereinfachte Gewässersohlen) entwickelt und verwendet werden, um einen detaillierten und bisher einzigartigen Datensatz zur Kolmation zu generieren.

Das Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Markus Noack von der Hochschule Karlsruhe, Technik und Wirtschaft ausgeführt und hat eine Laufzeit von 3 Jahren.

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