6. November 2019 / Ulrich Rentschler

Fakultät mit Antrag an Terra-Incognita-Fonds erfolgreich

1 von 6 bewilligten Anträgen aus der Fakultät

Einer der sechs bewilligten Anträge auf Förderung durch den von der Universität Stuttgart neu aufgelegten Terra-Incognita-Fonds stammt aus der Fakultät: Magnetomyographie von Skelettmuskeln.

Ruth Corkill, M. Sc., vom Institut für Modellierung und Simulation biomechanischer Systeme (IMSB) will in diesem Projekt neuartige Quantensensoren zur Messung von Magnetfeldern entwickeln, die durch die elektrische Aktivität von Skelettmuskeln erzeugt werden. Bestehende elektrische Messtechniken sind durch die Tatsache begrenzt, dass elektrische Signale während ihrer Ausbreitung durch biologisches Gewebe zerfallen. Zur Optimierung ist ein radikal neuer Ansatz erforderlich. Magnetische Messungen bieten signifikante Vorteile gegenüber elektrischen Messungen, einschließlich einer verbesserten Genauigkeit bei der Abschätzung des Ortes und der Größe von bioelektrischen Quellen. Der interdisziplinäre Ansatz des Vorhabens kombiniert Fachwissen in Simulationstechnologie, Quantenphysik und Ethik. Ziel ist es, Proof-of-Concept-Messungen durchzuführen und Geräteprototypen zu entwickeln.

Das neuartige Förderprogramm „Terra incognita“ wurde im Juli 2019 von der Universität Stuttgart aufgesetzt, um erfolgsversprechende Forschungsfelder der Zukunft zu identifizieren und Pionierforschung zu ermöglichen. Es wird aus Mitteln der im Kontext der Exzellenzcluster eingeworbenen Universitätspauschale finanziert. In der ersten Förderrunde wurden 33 Anträge eingereicht. Der Forschungsrat wählte zehn Teams bzw. Einzelpersonen aus und lud diese ein, ihre Vorhaben zu präsentieren. Sechs Projekte erhalten nun erstmals die Förderung von insgesamt rund 265.000 Euro aus dem neuen Programm.

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